medhisstart MEDIZINGESCHICHTLICHES

Dieses Archiv zeigt die Anwendung der von W+D verfolgten Prinzipien, der von uns entwickelten Techniken und der Zielsetzung: Inhalte des Archivs sind so aufbereitet, dass sie für jegliche analytische Aufgabe verfügbar sind. Datenbestände aus verschiedenen Bereichen können in einem Vorgang verglichen (verknüpft, extrahiert etc.) werden.

Beispiel: W+D hat die Jahrgänge 1836 bis 1861 der "Annalen der Staats-Arzneikunde" digital erschlossen. Hierzu:1. Alphabetische Auflistung von darin enthaltenen Abhandlungen, Studien usw.

Bedeutung: Es sind viele Themenbereiche abgehandelt worden, weit über Medizin hinaus. Manches ist erstmals abgehandelt, manches zeigt, welchen Schwierigkeiten (auch) damals die Entwicklung eines "angemessenen" Verständnisses der ärztlichen Aufgaben ausgesetzt war. Es findet sich vieles zur Lebensmittel-Sicherheit, zu gesellschaftlichen und sozialen Fragen, zur Behandlung von Gefangenen, zum Aberglauben, "paramedizinischen" Aktivitäten und Akteuren - dies nur einiges dessen, was mittels dieser Quelle entdeckt und erschlossen werden kann.W+D kombiniert diese Quelle mit vielen anderen, auch aus nicht-medizinischen Bereichen. Wir verfügen über Bibliografien der medizinischen/naturwissenschaftlichen Literatur, die fast alles umfassen, was seit Erfindung des Buchdrucks publiziert wurde; gegliedert sind solche Sammlungen z.B. nach Krankheiten, Autoren (auch: Pseudonymen und anonymen Verfassern), Sammelwerken, Zeitschriften.

Kenntnis der Inhalte vieler Quellen ermöglicht z.B., eigentliche Urheber von Aussagen, Feststellungen, auch von Legenden etc. zweifelsfrei auszumachen.

2. Vorläufiges Verzeichnis von Kategorien, die sich bei der Auswertung der "Annalen" ergeben haben.

3. Eine Auflistung von Personen, die im genannten Zeitraum Autoren der "Annalen" waren.




Sammlung zum Begriff "Sucht"

"Sucht" ist ein kontaminierter, inflationierter Begriff und als solcher, wie stets, relativ wertlos, außer für jene, die aus dessen Benutzung Vorteile ziehen. "Sucht" ist von der "klassischen" Medizingeschichte bestenfalls suboptimal beschrieben worden; fast gänzlich ausgeblendet scheinen uns die eklatanten Missbräuche des Begriffes durch politische Agitatoren (bis hin zu übelsten Rassisten), religiöse Eiferer, narzisstische Hochstilisierer banaler Befindlichkeiten (bzw. Befindlichkeitsstörungen), die neue "Süchte" schaffen und, nicht zuletzt, solchen, die "Sucht" für Marketingzwecke ge- und mißbrauchen.

Das Spektrum der "Sucht"-Verwendungen in der Alltagskultur, das Bild der "Süchtigen" (von absoluter Verdammung bis zu kritikfreier Hochstilisierung) ist in der Dokumenten-Galerie "Sucht" dokumentiert. Sie finden dort 50 Faksimiles, die typisch sind für massgebliche Aussagen, vom Kaiserreich bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.




MEHR: W+D-Dokumentation: Verwendung der Begriffe "Abhängigkeit" und "Sucht" durch die Weltgesundheitsorganisation" ("WHO")


Dies ist ein Auszug aus dem Buch: "W+D Nachsicht: Passivrauchen. Dokumentation eines Phänomens". Berlin, 1999. ISBN 3-934018-01-7 (direkt von W+D GmbH beziehbar)





Sammlung "Psychopathografien"

Möglicherweise gut gemeint, manchmal aber nur gelungene Realsatire waren/sind Bemühungen von Ärzten, insbesondere Psychiatern, besondere Leistungen von Menschen durch deren - echte oder vermeintliche - Pathologie zu erklären. Eine besonderes Kapitel stellten die Psychopathografien dar: Auflistung aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Dutzende Prominente - von Alexander dem Großen über Bismarck, Jeanne d'Arc, Jesus Christus, Goethe, Luther und viele mehr bis hin zu Emile Zola - sind hier mit ihren (vermeintlichen) Macken beschrieben.

Die Auflistung der hier in zwei Versionen:

Psychopathografien: nur namentliche Nennung, alphabetisch sortiert

Psychopathografien: ausführliche Beschreibung, z.T. mit Quellenhinweisen, alphabetisch sortiert





Sammlung: Medizinische Apparate, 1913 / 1914

Erläuterung: Die 148 Abbildungen stammen aus dem Katalog eines italienischen Unternehmens. Die Geräte stellen überwiegend das dar, was seinerzeit als "Best Available Technique" gegolten hat.

Zur Bewertung: Manches Präsentierte mag gelungenes Design aufgewiesen haben, was nicht dazu führen sollte, eine kongruente Funktionalität anzunehmen. Modische Tendenzen aus "Grenzgebieten der Medizin" haben Eingang in die Entwicklung medizinischer Apparate gefunden; manches mutet aus heutiger Sicht recht gewagt an - insbesondere Verwendung des elektrischen Stroms für diverse kurative Zwecke. Andererseits gibt es hoch flexibel einsetzbare Geräte wie transportable Röntgen-Einrichtungen.

Die folgende Auflistung basiert auf den orginalen italienischen Beschreibungen.