sucht_index

Übersicht: Dokumente zur politisch/religiös motivierten Abstinenzbewegung

Dokumente: 01 - 15: Kaiserreich
Dokumente: 15 - 18: Weimarer Republik
Dokumente: 19 - 46: Drittes Reich
Dokumente: 47 - 50: Nachkriegszeit



Kaiserreich

Abstinenzlerpropaganda im Kaiserreich: Vorbereitung auf den Krieg, Vorsorge gegen "ferne Völker einer anderen Rasse". Aus der Schrift "Jugenderziehung und Genußgifte", 1906 (Datei: 01)

Kampf der "weichlichen Verzärtelung" (Datei: 02)

Gegen Schmutz, Volksverderber, Großstädte: Aus der Schrift "Jugenderziehung und Genußgifte", 1906 (Datei: 03)

Volkstumsideologie, "Entartung" (Datei: 04)

"Minderwertigkeit" im Erbgut der Trinker. Aus einer Schrift des Jahres 1909 (Datei: 05)

"Die Entartung ist da". Aus der Schrift "Jugenderziehung und Genußgifte", 1906 (Datei: 06)

Eigendarstellung des "Guttempler"-Ordens: "Rassenhygiene" spielt bereits eine tragende Rolle (Datei: 07)

"Hygieniker" lösen die Helfer ab - aus einer Schrift des Jahres 1909 (Datei: 08)

Die These der erblichen Belastung der Trinker in der Formulierung des Leiters des "Blauen Kreuzes", Wilhelm Goebel, ca. 1910. Hier schlossen sich "eugenische" Forderungen an (Datei: 09)

Auch Kaffee oder Tee verderben die Jugend (Datei: 10)

Das Selbstbild eines führenden Abstinenzler-Funktionärs: "Krieger im Heere des Lichtes", kämpfend gegen die "teuflischen Mächte der Finsternis" (1911) (Datei: 11)

Das "Alkoholkapital": Aus einer Schrift des Guttempler-Ordens, 1911. Das "Alkoholkapital" war ein von der Abstinenzbewegung gerne gebrauchter Begriff. Zumindest die Ideologen des III. Reiches assoziierten mit ihm die "jüdische Verschwörung"; das "Alkoholkapital" sei Instrument des Kampfes der Juden gegen die arische Rasse. Hier: Zitat aus einer Schrift des Guttempler-Ordens, 1911 (Datei: 12)

Der Psychiater August Forel wird gelegentlich noch heute als Vorbild und "wissenschaftlicher Wegbereiter" der Abstinenzbewegung gefeiert. Tatsächlich war Forel ein wesentlicher Ideologe des Rassismus. (Datei: 13)

Humaner Umgang mit Kranken und Behinderten als "Quelle des Übels": Aus einer Schrift des Psychiaters August Forel (ca. 1909) (Datei: 14)

Forel: Neger als "minderwertige" Rasse: (Datei: 15)




Weimarer Republik


"Schäden des Alkohols auf die Rasse": Ein Schreiben des Generals Ludendorff an Prof. Schmidt, Verfasser des Buches "Warum haben wir den Krieg verloren?" (Datei: 16)

"Warum haben wir den Krieg verloren?" Aus einem mehrfach aufgelegten Buch des Prof. Hans Schmidt (hier Faksimile der 3. Auflage von 1923). Prof. Hans Schmidt's Erklärung: Champagnervorräte der Engländer, konsumiert von deutschen Truppen, waren kriegsentscheidend (Datei: 17)

Parade der "Süchte": Aus einem Schulbuch des Jahres 1930 (Datei: 18)




Drittes Reich

Kirchliche Abstinenzverbände beteiligten sich an der nationalsozialistischen "Gesundheitspolitik". Faksimile einer Beschreibung, erschienen in der Schriftenreihe "Die Alkoholfrage im neuen Deutschland". Herausgeber war Dr. phil. Theo Gläß, nach 1945 viele Jahre lang Präsident der "Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren" (Datei: 19)

Die "Evangelische Reichsarbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Alkoholnot" und deren Kooperation mit den Nazis. Sofort nach der Machtübernahme offenbarte man sich. (Datei:
20)

"Bis dahin gilt es, das Überwuchern der Erbkranken und Unterwertigen durch Ausschaltung ihres Nachwuches möglichst einzudämmen": Aus einer Publikation der "Evangelischen
Reichsarbeitsgemein schaft zur Bekämpfung der Alkoholnot" (Datei:
21)

Anordnung über die Errichtung der "Reichsstelle gegen die Alkohol- und Tabakgefahren" (Datei:
22)

Sämtliche Abstinenzverbände wurden "gleichgeschaltet". Dokument dazu aus den Akten des "Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus" (Datei:
23)

Zur Organisation der Abstinenzlerverbände im III. Reich (Datei:
24)

Typische Darlegungen der dem Kampf gegen Alkohol und Tabak zugrundeliegenden Motive (Datei:
25)

Aufgabenverteilung? Rolle der Abstinenzverbände: Betreuung der "nicht erblich schwer" Belasteten / Meldung der "erblich schwer Belasteten" an die staatlichen Organe (zwecks Sterilisation etc.) (Datei:
26)

"Volksgemeinschafts"-Ideologie, formuliert von Dr. Theo Gläß, 1939 (Datei:
27)

Publikationen des "Neuland"-Verlages nach 1933 (Datei:
28)

Psychiater und Mediziner als Agitatoren für rassistisch begründete Abstinenzideologie (Datei:
29)

Werbung für Flugschriften des "Neuland"-Verlages (Datei:
30)

Werbung für Publikationen des "Reichsgesundheitsverlages". Mehrere der hier genannten Autoren waren nach 1945 Direktoren und Präsidenten der "Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren" (Datei:
31)

Darstellung der Aufgaben/Organisation der Abstinenzverbände im III. Reich (Datei:
32)

Zur Naziideologie: Alkohol und Nikotin würden von "den Juden" bewußt eingesetzt, um die arische Rasse zu schädigen (Datei:
33)

Aus einer Schrift des "Rassenpolitischen Amtes der NSDAP". Die Juden seien eine Rasse, die durch Alkohol nicht gefährdet sei und diesen daher gegen die Arier einsetze. (Datei: 34)

Zigarettenwerbung: "beinah jüdisch". Aus einer Schrift der Hitlerjugend (1941) (Datei:
35)

Beschreibung der NS-"Gesundheitspolitik" durch den Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes, Prof. Reiter (Datei:
36)

Aus Schriften der "Reichsstelle gegen den Alkoholmißbrauch" (Datei:
37)

Titelblatt einer Zeitschrift aus dem Jahre 1942; einer der Mitherausgeber war nach 1945 Autor und leitender Funktionär der "Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren" ("DHS") (Datei: 38)

"Erbsippentafeln" zur Selektion der "Minderwertigen" (Datei: 39)

Titelblatt einer in der Weimarer Republik gegründeten Zeitschrift (Datei: 40)

Dank an den Führer und an den "Frankenführer" Julius Streicher, erstattet von Prof. Gonser, einem der Führer der Abstinenzbewegung. Nach 1945 wurde die "Reichsstelle gegen die Alkohol- und Tabakgefahren" in "Prof.-Gonser-Haus" umbenannt.(Datei: 41)

Bekämpfung des Alkoholismus im III. Reich: Es ging um Volkstumsideologie, nicht Hilfe (Datei: 42)

Aus einer Schrift der "Reichsstelle gegen den Alkoholmißbrauch" (1938) (Datei: 43)

Die spezifische Rollenbeschreibung eines Psychiatrieprofessors in einer Arbeit über "Keimschädigung" (Datei: 44)

"Jeder Deutsche muß zu einem Rassenhygieniker, zu einem Rassenfanatiker werden ...": Schrift eines Psychiatrieprofessors aus dem Jahre 1941 (Datei: 45)

"Erziehung durch das Beispiel": aus einer 1939 erschienenen Schrift des (späteren Präsidenten der "Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren") Dr. Theo Gläß (Datei: 46)

NS-Volkstumsideologie in der Formulierung durch Dr. Theo Gläß (Datei: 47; siehe auch Datei 46)




Nachkriegszeit

Sonderdruck "Wehrmacht und Alkohol" aus dem "Informationsdienst" der "Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren". Hier ging es, wie zu Kaisers' und Nazis' Zeiten, um die Leistungsfähigkeit deutscher Soldaten (Datei: 48, Datei 49)

Aus einer Festschrift der "Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren", 1972 (Datei: 50)