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Hier entsteht ein satirisches Wörterbuch, basierend auf:

DEMOKRITOS. Oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen.

Sammlung von Essays und Feuilletons von Carl Julius WEBER (1767-1832), erschienen 1832-1840.

In Kindlers Literatur Lexikon (dtv, Oktober 1974, S. 2496 f.) heißt es:

"Dieses seltsame Literaturdokument erzeugt - obgleich seine zahllosen Einzelstücke fast alle Themen wie Humor, Satire, Komik, Witz, Lachen, Lächeln gewidmet sind - im heutigen Leser leicht das Gefühl einer gewissen Wehmut: so unermeßlich viel "Bildung", verbunden mit dem unermüdlichen Bestreben, zu unterhalten und durch Unterhaltung zu belehren - und doch ist alles rettungslos der Vergangenheit, wenn nicht gar völliger Unlesbarkeit anheimgefallen. Das spezifische, die vielen tausend Seiten dieser "barocken Feuilletons" beherrschende Kunst- und Darstellungsmittel ist das - meist "launige" - Zitat. Die Menge von Autoren (antik und modern, lateinisch, französisch oder deutsch, Vers oder Prosa), die Weber präsent hat, um ihnen eine möglichst witzige Illustration seines jeweiligen Gedankenganges zu entnehmen, ist erstaunlich; ihre Zahl dürfte noch größer sein, als die Sammlung Seiten hat. Zuweilen häufen sich die Zitate oder auch Anekdoten so sehr, daß ganze Darlegungen Satz für Satz nur aus ihnen bestehen und des Verfassers eigene Stimme völlig erstickt wird. Streckenweise ist das freilich fast gerechtfertigt: wenn die Absicht eindeutig antiquarisch-literarhistorisch ist und etwa die Geschichte der Satire, des Lustspiels, der Parodie oder des Wortspiels durch die Jahrhunderte oder Jahrtausende verfolgt wird. Der größte Teil der Sammlung ist derlei Themen gewidmet. Bei alledem ist Weber ein Mann von wirklich weitem Horizont, der noch manche gute Tradition des 18. Jh.s, viel von seiner liberalen und humanen Atmosphäre verkörpert. Bis zu einem gewissen Grade machte ihn das freilich zu einem Fremdling in seiner Zeit, besonders natürlich in der zweiten Hälfte seines Lebens. ..."

So weit, so gut. Eines stimmt nicht, nämlich

" ... doch ist alles rettungslos der Vergangenheit, wenn nicht gar völliger Unlesbarkeit anheimgefallen ...".

Es wird hier bald zu lesen sein, wie aktuell Weber ist.